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Grundsteuererhöhung „B“ betrifft alle

Grundsteuererhöhung „B“ betrifft auch alle Mieter

Die Grundsteuer ist eine wichtige Einnahmequelle fĂŒr die Stadt Mönchengladbach und betrifft bei weitem nicht nur die Haus- und GrundstĂŒckseigentĂŒmer. Auch Mieter sind ĂŒber die Nebenkostenabrechnung davon betroffen.

Die landesweiten Durchschnittswerte zeigen, dass GewerbegrundstĂŒcke in den Messzahlen um 22 Prozent absinken. Das heißt, es gibt bei gleichem Hebesatz eine massive Entlastung fĂŒr GewerbegrundstĂŒcke.

FDP kritisiert NRW-Grundsteuer: Intransparentes BĂŒrokratiemonster, belastet WohneigentĂŒmer und Mieter ĂŒberproportional

FDP NRW

FĂŒr Eigenheimbesitzer und Mieter wird es eine Steuererhöhung durch die „HintertĂŒr“, da vmtl. der aktuelle Hebesatz von 620 Prozent nicht angehoben wird, aber die Bemessungsgrundlage erheblich gestiegen ist. Da kommen schnell mal zwischen 300 € bis 500 € im Jahr zusammen.

Rik Steinheuer, Chef des Steuerzahlerbundes NRW: „In diesem Jahr erhöhten nicht nur viele Kommunen die Grundsteuer B, sondern die Anhebungen fielen vielerorts auch sehr hoch aus. Nordrhein-Westfalen hatte im bundesweiten Vergleich bisher schon die höchsten Grundsteuer-B-HebesĂ€tze unter den FlĂ€chenlĂ€ndern. Angesichts der Entwicklung, die sich fĂŒr dieses Jahr abzeichnet, dĂŒrfte unser Bundesland diesen negativen Spitzenplatz behalten“, so Steinheuer.

Um gegenzusteuern, sei ZurĂŒckhaltung gefordert, wenn es darum gehe, nicht immer wieder neue Aufgaben ins Leben zu rufen. Erst recht ohne ausreichende Gegenfinanzierung. Unter anderem sollte auch eine drastische Verringerung verwaltungsaufwĂ€ndiger Förderprogramme angegangen werden.

In Zeiten höherer Zinsen rĂ€cht es sich auch, dass fĂŒr die hohen Altschulden vieler NRW-StĂ€dte immer noch keine tragfĂ€hige Lösung gefunden worden ist. Die Kommunen mĂŒssten sich aber auch an die eigene Nase fassen. Die Möglichkeiten, zum Beispiel durch interkommunale Zusammenarbeit und konsequente Digitalisierung Einsparpotentiale zu heben, sind bei weitem noch nicht ausgereizt.

Mönchengladbach im Umland an der Spitze

Bereits seit Anfang 2016 betrĂ€gt in Mönchengladbach der Hebesatz fĂŒr die Grundsteuer A (das betrifft die Betriebe der Land- und Forstwirtschaft) 240 Prozent und fĂŒr die Grundsteuer B (alle sonstigen GrundstĂŒcke) 620 Prozent.

Gut zu wissen:

Den Hebesatz legt der Stadtrat in Mönchengladbach fest. Wie hoch der Hebesatz ab 2025 sein wird, ist noch unbekannt. Der aktuelle Hebesatz in Mönchengladbach mit 620 % ĂŒber den HebesĂ€tzen im Umland.  Zum Vergleich betrĂ€gt der Hebesatz in Viersen 480 % und in JĂŒchen 515 %. Die Grundsteuer in Willich wird anhand eines Hebesatzes von 495 % berechnet.

Hier eine Übersicht der Grundsteuer B im Umland:

  • Erkelenz 390 %
  • Schwalmtal 480 %
  • Viersen 480 %
  • JĂŒchen 495 %
  • Willich 495 %
  • Wegberg 550 %
  • Korschenbroich 590 %
  • Mönchengladbach 620 %
  • Krefeld 533 %
  • Neuss 495 %

Wie berechne ich meine Grundsteuer B

Grundsteuerbemessungsbetrag x Hebesatz= Grundsteuer B

Beispiel: Liegt der Grundsteuerbemessungsbetrag bei 100 € und der Hebesatz bei 450, so multipliziert man 100 € x 4,5 = 450 € Grundsteuer im Jahr.

Wird die Grundsteuer B auf die Mieter umgelegt

Die Grundsteuer B ist laut Betriebskostenverordnung eine umlagefÀhige Nebenkostenart und somit auf die Mieter umlegbar.

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