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Zwischen Moralpredigt und Resignation

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Warum man hier lieber den Mund hält

Was man auch bei uns in Rheydt seit Jahren sieht: Viele Leute sind einfach nur noch genervt und überfordert von dem ganzen pseudowissenschaftlichen Gerede und dem moralischen Dauerfeuer, das von Aktivisten und selbsternannten Besserwissern kommt. Jeden Tag neue Schlagworte, neue Verbote, neue Belehrungen. Kaum jemand versteht noch, was davon überhaupt Sinn ergibt.

Genau das ist so gewollt. Je komplizierter und lauter das Ganze wird, desto eher steigen die normalen Leute aus. Wer nachfragt oder widerspricht, wird sofort als unsolidarisch oder falsch abgestempelt.

Also sagen viele lieber gar nichts mehr

Im Alltag merkt man das deutlich. An der Arbeit, im Verein, auf der Straße. Hinter vorgehaltener Hand schütteln viele den Kopf. Öffentlich hält man den Mund. Nicht, weil man überzeugt wäre, sondern weil man keinen Ärger will.

Davon profitieren die Lautesten. Die, die am meisten schreien und moralisieren, bestimmen plötzlich, was gesagt werden darf und was nicht. Vernunft und Erfahrung zählen weniger als Haltung und Parolen.

Und währenddessen gehen hier ganz reale Dinge den Bach runter: Infrastruktur, Sicherheit, Zusammenhalt. Aber darüber redet kaum jemand offen. So wird nichts besser – nur leiser, feiger und kaputter.

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