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Rat beschließt neue Rathaus-PlĂ€ne

Der Rat hat in seiner gestrigen Sitzung (13.09.2023) grĂŒnes Licht fĂŒr die von der Verwaltung erarbeiteten alternativen Rathaus-PlĂ€ne gegeben und dazu richtungsweisende BeschlĂŒsse gefasst.

So sollen die bisherigen PlĂ€ne fĂŒr das Rathaus der Zukunft mg+ in der ursprĂŒnglichen Form nicht weiterverfolgt werden. DafĂŒr sollen die zwischenzeitlich vorgelegten alternativen PlanungsĂŒberlegungen und das Raumkonzept weiterentwickelt werden. Sie dienen als Grundlage fĂŒr anstehende Planungsvertiefungen und Kostenermittlungen.

Die Verwaltung wurde beauftragt, fĂŒr das Baufeld 1 (altes Rathaus) Objekt- und Fachplanungen von Leistungsphase 1 (Grundlagenermittlung) bis zur Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung) zu erstellen und zur weiteren Beschlussfassung vorzulegen. Hierbei sind die Erkenntnisse und Planungen aus dem Projekt „Rathaus der Zukunft mg+“ im Rahmen des Möglichen zu nutzen.

Außerdem wurde die Verwaltung beauftragt, zu prĂŒfen, ob fĂŒr dieses Projekt Fördermittel oder ZuschĂŒsse beantragt werden können.

DarĂŒber hinaus wurde die Verwaltung beauftragt, den GebĂ€uderiegel „Stresemannstraße 75–77„ und „Am Neumarkt 11“ zu erwerben und dazu laufende Ankaufsverhandlungen mit der EigentĂŒmerin EWMG fortzufĂŒhren und zu finalisieren.

Im ehemaligen Karstadt-GebÀude (Baufeld 2) sollen zum nÀchstmöglichen Zeitpunkt TeilflÀchen im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss von der EWMG angemietet werden. Untergebracht werden sollen hier die Meldestelle und Bezirksverwaltungsstelle sowie die Stadtteilbibliothek.

DarĂŒber hinaus sollen ein Konferenzzentrum mit multifunktionaler VeranstaltungsflĂ€che und gegebenenfalls ArbeitsplĂ€tze fĂŒr Verwaltungsmitarbeitende sowie alternative Nutzungen (FahrradmobilitĂ€t) berĂŒcksichtigt werden. Alternativ ist zu prĂŒfen, ob die genannten Nutzungen neben einer Einzelhandelsnutzung von rund 50 Prozent (bezogen auf das Erdgeschoss) oder alternativ einer vollstĂ€ndigen stĂ€dtischen Nutzung inklusive der nicht belegten oder freiwerdenden Teile des Erdgeschosses realisiert werden können.

Außerdem wurde die Verwaltung beauftragt, bis Ende 2023 eine Beschlussvorlage mit dem Ziel vorzubereiten, die Nutzung des VerwaltungsgebĂ€udes Oberstadt in der Aachener Straße 2 ĂŒber das Jahr 2024 hinaus bis Ende 2027 zu gewĂ€hrleisten.

Die von der Verwaltung vorgelegten alternativen PlĂ€ne sehen auf der FlĂ€che hinter und zwischen den historischen GebĂ€uden „Rathaus Rheydt“ und dem ehemaligen Königlichen Bezirkskommando (Baufeld 1) ein neues VerwaltungsgebĂ€ude vor.

Der zentrale, transparent gestaltete Eingangsbereich, zugleich auch Front-Office im Kontakt zwischen BĂŒrgerschaft und Verwaltung, findet im Bereich zwischen dem alten Rathaus mit historischer Treppe und der denkmalgeschĂŒtzten Kommandantur statt.

Insgesamt bietet der Komplex in modernen und nachhaltig gestalteten offenen BĂŒrowelten rund 600 ArbeitsplĂ€tze auf einer Brutto-GeschossflĂ€che von 17.510 Quadratmetern. Dies entspricht einem FlĂ€chenanteil von 30 Prozent der ursprĂŒnglichen Planung. Bei einer Desk-Sharing-Quote von 1:1,25, die im Hinblick auf Echtdaten zum mobilen Arbeiten noch weiter ĂŒberprĂŒft werden soll, können hier nach aktuellem Stand diese ArbeitsplĂ€tze von 750 BeschĂ€ftigten genutzt werden.

Aktuell sind gut 220 BeschÀftigte in dem Bereich untergebracht. Im ehemaligen Karstadt-GebÀude sollen neben einer von der EWMG im Erdgeschoss angestrebten zusÀtzlichen Einzelhandelsnutzung von 50 Prozent im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss publikumsintensive Bereiche wie die Meldestelle und Bezirksverwaltungsstelle sowie die Stadtteil- und Familienbibliothek und gegebenenfalls weitere alternative Nutzungen wie FahrradmobilitÀt untergebracht werden.

Analog zum Baufeld 1 sollen auch im ehemaligen Karstadt-GebĂ€ude in der zweiten bis vierten Etage auf jeweils rund 5.100 Quadratmeter BruttogeschossflĂ€che moderne Arbeitswelten fĂŒr VerwaltungsbeschĂ€ftigte eingerichtet werden. Auch hier können 600 ArbeitsplĂ€tze bei entsprechender Desk-Sharing-Quote von bis zu 750 BeschĂ€ftigten genutzt werden. Als Interim fĂŒr die Zeit der Bauphase liegt der Stadt ein Angebot fĂŒr eine Bestandsimmobilie im Nordpark mit Raum fĂŒr etwa 550 ArbeitsplĂ€tze vor.

Diese Interimslösung soll nun vor dem Hintergrund der aktuellen RatsbeschlĂŒsse zĂŒgig umgesetzt werden.