Mit dem Fahrrad ├╝ber den Zebrastreifen fahren?

Darf man mit dem Fahrrad ├╝ber den Zebrastreifen fahren?

Ist es erlaubt, mit dem Fahrrad ├╝ber den Zebrastreifen fahren? Diese Frage sorgt im Verkehr immer wieder f├╝r Diskussionen.

Bei dem Vorfall hielt ein Polizist einen Fahrradfahrer an. Er begründete das Anhalten damit, dass der Radler mit seinem Fahrrad über einen Zebrastreifen gefahren ist, was verboten sei. Der Radfahrer erwiderte, dass er den Zebrastreifen auf dem Rad überqueren dürfe, solange er legal dort hinkomme und keinem Autofahrer die Vorfahrt nehme. Doch wer von den beiden hat nun recht?                        

Nur wer sein Fahrrad schiebt, darf Autos zum Anhalten bringen

In diesem Fall hat tats├Ąchlich der Radfahrer recht. Denn solange er auf seinem Fahrrad keine Fu├čg├Ąnger behindert und keinem querenden Verkehrsteilnehmer die Vorfahrt nimmt, darf er den Zebrastreifen fahrend ├╝berqueren. Ein Schieben ist also nicht unbedingt notwendig.

Nur Fu├čg├Ąnger haben auf dem Zebrastreifen Vorrang

Allerdings haben auf einem Zebrastreifen┬ánur Fu├čg├Ąnger Vorrang, Radfahrer hingegen nicht. Wenn also ein┬áAuto┬ákommt, darf ein Radfahrer auf seinem Fahrrad das Auto nicht zum Anhalten zwingen. Wartet der Fahrradfahrer nicht, bis das Auto den Zebrastreifen passiert hat und f├Ąhrt trotzdem, stellt dies eine vermeidbare Behinderung anderer dar und es wird ein Bu├čgeld in H├Âhe von 20 Euro f├Ąllig. Wer sein Fahrrad schiebt, z├Ąhlt ├╝brigens als Fu├čg├Ąnger.

Radfahren auf dem Gehweg kann bis zu 55 ÔéČ Bu├čgeld kosten

Das ├ťberqueren des Zebrastreifens auf dem Fahrrad hat jedoch T├╝cken. Wer auf dem Gehweg radelt, bevor er auf den Zebrastreifen f├Ąhrt, muss mit einem Bu├čgeld von bis zu 55 Euro rechnen ÔÇô┬á wegen unerlaubten Fahrens auf dem Gehweg und Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer beim ├ťberqueren des Zebrastreifens.

Bei einem Unfall kann dem Fahrradfahrer zudem eine Mitschuld zugesprochen werden.

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