Henning Haupts, FDP Mönchengladbach, wirbt bei den Mülforter Vereinen, bei Bürgerinitiativen und privatem Engagement sich für das Budget 2026 mit Projekten zu bewerben.
Wofür das Geld im Jahr 2025 ausgegeben wurde
Übersicht der im Jahr 2025 bewilligten Maßnahmen.
Der Rat hat am 03.07.2019 die „Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für die Quartiere/Stadtteile“ beschlossen – besser bekannt als Quartiersbudget. Dahinter steckt kein abstraktes Förderinstrument, sondern ein klarer politischer Auftrag: Stadtteile beleben, ehrenamtliches Engagement stärken und nachbarschaftliche Zusammenarbeit konkret ermöglichen.
Die Ziele sind eindeutig. Gefördert werden Einzel- und Kurzaktionen ebenso wie längerfristige Projekte. Entscheidend ist der lokale Bezug und der Nutzen für das Quartier. Vereine, Initiativen, Institutionen und engagierte Bürger sollen handlungsfähig werden – niedrigschwellig, unbürokratisch und sichtbar vor Ort.
Für das Jahr 2025 standen dafür 200.000 Euro zur Verfügung. Das ist kein unbegrenztes Budget, aber ausreichend, um viele kleinere und mittlere Maßnahmen umzusetzen. Die Zahlen zeigen klar: Das Instrument wird zunehmend genutzt.
Ein Blick auf die Entwicklung:
- 2023: 44 Anträge, alle bewilligt
- 2024: 65 förderfähige Anträge, alle bewilligt
- 2025: 69 bewilligte Anträge
Damit ist im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr erneut eine Zunahme zu verzeichnen – sowohl bei den Anträgen als auch bei den realisierten Maßnahmen. Von Stagnation kann keine Rede sein.
Auffällig ist außerdem die steigende Zahl von Anfragen und Beratungen zu Fördermöglichkeiten. Das hat zwei Hauptgründe. Erstens: Der Bekanntheitsgrad des Quartiersbudgets innerhalb der Stadt Mönchengladbach ist deutlich gestiegen. Das Programm ist angekommen. Zweitens: Die enge Kooperation mit allen vier Bezirksverwaltungsstellen zahlt sich aus.
Die Sozialplanung hat im vergangenen Jahr intensiv mit den Bezirksverwaltungsstellen zusammengearbeitet. In der Praxis bedeutet das: Maßnahmen, die ursprünglich aus den Bezirkshaushalten stammen sollten, wurden nach Abstimmung mit Bezirksvertretungen und Verwaltungsstellenleitungen ins Quartiersbudget übernommen und dort bewilligt – insbesondere im sozialen Bereich.
Umgekehrt gilt auch: Anfragen, die die Voraussetzungen des Quartiersbudgets nicht erfüllen, gehen nicht verloren. Sie werden gezielt an die zuständigen Bezirksverwaltungsstellen weitergeleitet. So landen Projekte nicht im Leerlauf, sondern im passenden Fördertopf.
Das Ergebnis ist pragmatisch und effektiv. Sowohl über das Quartiersbudget als auch über die Bezirkshaushalte konnten zahlreiche Maßnahmen finanziert und umgesetzt werden. Keine Doppelstrukturen, keine Konkurrenz, sondern abgestimmte Förderung.
Unterm Strich zeigt sich: Das Quartiersbudget funktioniert. Die steigenden Antragszahlen sind kein Selbstzweck, sondern ein Indikator für aktives Engagement in den Stadtteilen. Genau dafür wurde dieses Instrument geschaffen.
