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FDP setzt sich für neuen S-Bahn-Haltepunkt im Gewerbegebiet Güdderath ein

FDP Mönchengladbach fordert S-Bahn Verbindung von Köln nach Mönchengladbach

Mit einem aktuellen Antrag bringt die FDP im Rat der Stadt Mönchengladbach ein zentrales Infrastrukturthema auf die politische Agenda: die Schaffung eines eigenen S-Bahn-Haltepunktes im Gewerbegebiet Güdderath im Zuge der geplanten S-Bahn-Linie S6 zwischen Mönchengladbach und Köln. Die Bezirksvertretung Süd sowie die zuständigen Fachausschüsse für Umwelt und Mobilität sowie für Planung, Bauen und Stadtentwicklung empfehlen, dass der Rat diesen Vorstoß unterstützt.

Das Gewerbegebiet Güdderath zählt seit Jahren zu den wichtigsten Wirtschaftsstandorten der Stadt. Große Unternehmensansiedlungen, eine kontinuierliche Weiterentwicklung über mehr als zwei Jahrzehnte und aktuelle Expansionspläne unterstreichen seine Bedeutung. Besonders das rund 36 Hektar große Areal zwischen der L39, dem Schlosspark Wickrath und dem Wetscheweller Bruch befindet sich bereits in einer fortgeschrittenen Planungsphase. Der Aufstellungsbeschluss wurde 2024 gefasst, eine kurzfristige Entwicklung bis spätestens Ende 2027 ist vorgesehen.

FDP Mönchengladbach fordert S-Bahn Verbindung von Köln nach Mönchengladbach
S Bahn

Verkehrlich ist das Gebiet derzeit vor allem auf den Individualverkehr ausgerichtet. Die Anbindung über die A61 mit der Anschlussstelle Güdderath sowie über Landes- und Kreisstraßen stößt bereits heute zu Stoßzeiten an ihre Grenzen. Trotz vorhandener Busverbindungen pendeln täglich tausende Beschäftigte mit dem Auto in das Gewerbegebiet. Autobahn und L39 sind regelmäßig überlastet. Weitere geplante Gewerbeflächen, etwa in Güdderath Süd-Ost oder Sasserath, würden die vorhandenen Kapazitäten zusätzlich strapazieren.

Aus Sicht der FDP liegt die Lösung buchstäblich auf der Hand – beziehungsweise auf der Schiene. Das Gewerbegebiet grenzt direkt an die Bahntrasse zwischen Köln und Mönchengladbach, verfügt bislang aber über keinen eigenen Schienenhaltepunkt. Ein zusätzlicher Halt der geplanten S-Bahn-Linie S6 könnte hier eine spürbare Entlastung bringen und zugleich eine attraktive Alternative zum Auto schaffen.

Die Strecke Köln–Mönchengladbach ist Teil des Investitionsgesetzes Kohleregionen aus dem Jahr 2020. Darin ist die S6 ausdrücklich als Infrastrukturprojekt zur Stärkung der Region vorgesehen. Entlang der Strecke sind bereits der Ausbau des Bahnhofs Jüchen sowie neue Haltepunkte geplant. Nach Auffassung der FDP sollte Mönchengladbach diese Chance nutzen und den Haltepunkt Güdderath frühzeitig bei DB InfraGO einbringen.

Besonders dringlich ist das Thema, da sich das Projekt S6 aktuell noch in den Leistungsphasen 1 und 2 befindet. Jetzt besteht die realistische Möglichkeit, Einfluss auf die Planung zu nehmen und den Haltepunkt möglicherweise auch über Strukturstärkungsmittel zu finanzieren. Das würde nicht nur den städtischen Haushalt entlasten, sondern die verkehrliche und wirtschaftliche Infrastruktur im Süden Mönchengladbachs nachhaltig stärken.

Der FDP-Antrag zielt damit auf eine zukunftsorientierte Verbindung von Wirtschaftsentwicklung, Klimaschutz und moderner Mobilität – und setzt ein klares Signal für eine frühzeitige, strategische Stadtentwicklung.

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